Olga Lamparter (Bild: Daniel Höly)

entspannt+ehrlich: Wie gehen wir mit Angst um, Olga?

Olga Lamparter (Bild: Daniel Höly)
voll meta!
entspannt+ehrlich: Wie gehen wir mit Angst um, Olga?
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Willkommen zu einer neuen Folge hier bei voll meta, dem Podcast mit mehr Horizont für Hirn und Herz. Ihr hört die zweite Folge unseres neuen Unterformats entspannt+ehrlich mit Olga Lamparter und mir, Daniel Höly.

In dieser Folge sprechen wir über Unsicherheit, Angst und psychische Erkrankungen in unserer Gesellschaft, über Leistung, Stress und was Olga bei all dem Hoffnung gibt.

Wir sprechen darüber, dass Therapie kein Tabuthema mehr ist und wie wichtig es ist, Grenzen zu setzen und sich um seine Seele zu kümmern. Dann sprechen wir über den Umgang mit Panikattacken und dem Gefühl Angst, über Kontrolle und die Angst vor dem Tod.

Los geht’s!

▬ links ▬▬▬▬▬▬

▬ kapitel ▬▬▬▬▬▬

Auch diesmal haben wir der Folge wieder Kapitel hinzugefügt, damit ihr in eurer Podcast-App schneller zu den für euch passenden Abschnitten springen könnt.

(02:31) Los geht’s – Olga lacht

(04:29) Dann lass uns doch mal losrollen …

(07:14) Unsicherheit, Angst und psychische Erkrankungen in unserer Gesellschaft

(11:09) Corona-Zeit: Druck für die Gesellschaft

(15:05) Getrieben von Arbeit und Leistung

(15:32) Privater Stress

(19:05) Was Olga Hoffnung gibt: Lernen, mit Angst umzugehen

(20:40) Therapie kein Tabuthema mehr

(22:29) Sich um seine Seele kümmern entstigmatisiert

(24:05) Umgang mit Panikattacken in der Seelsorge

(25:42) Umgang mit dem Gefühl Angst im Coaching: Eisbergmodell

(30:00) Kontrolle und die Angst vor dem Tod

(42:12) Angst zulassen statt in die Wut flüchten

(42:55) Die Seele ernst nehmen und Frieden finden

(43:44) Drei Kernwerte: Wahrheit, Gerechtigkeit und Frieden

(44:25) Frieden ist ein Kontrapunkt von Angst

(46:30) Grenzen setzen, sie klarer definieren und auf die Grenzen des Gegenübers achten

▬ zahlen, daten, fakten ▬▬▬▬▬▬

„Zumindest liefert eine Umfrage nun erschreckende Zahlen zur psychischen Verfassung der Menschen hierzulande: Fast jeder dritte Erwachsene in Deutschland (31 Prozent) leidet nach eigenen Angaben an Depressionen, Angststörungen, Essstörungen, Zwangsstörungen oder anderen psychischen Erkrankungen.“

Quelle: Berliner Morgenpost (März 2024)

Die häufigsten psychischen Erkrankungen in Deutschland: Angststörung 21,4 % Frauen, 9,3 % Männer.

Quelle: ZDF (September 2022)

Bevölkerungsanteil mit Angststörungen: 25 % (alle Angststörungen)

Quelle: Statista (Erhebungszeitraum: 2005)

„In Deutschland sind jedes Jahr etwa 27,8 % der erwachsenen Bevölkerung von einer psychischen Erkrankung betroffen. Das entspricht rund 17,8 Millionen betroffenen Personen.“

„Zu den häufigsten psychischen Erkrankungen zählen in Deutschland Angststörungen (15,4 %), gefolgt von affektiven Störungen (9,8 %, davon allein die unipolare Depression: 8,2 %)“

„Laut Daten der MHS aus dem Jahr 2023 lag der Anteil der Personen, deren depressive Symptome als auffällig zu bewerten sind, Ende 2022 bei 20 %. Bei etwa 12–15 % der Bevölkerung lagen die selbstberichteten Angstsymptome im auffälligen Wertebereich.“

„Nur 36 % der Bevölkerung bewerteten ihren psychischen Gesundheitszustand als sehr gut oder ausgezeichnet.“

„Psychische Erkrankungen zählen in Deutschland nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bösartigen Neubildungen und muskuloskelettalen Erkrankungen zu den vier wichtigsten Ursachen für den Verlust gesunder Lebensjahre.

„Menschen mit psychischen Erkrankungen haben zudem im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung eine um 10 Jahre verringerte Lebenserwartung.“

„Die aktuellen Zahlen der MHS aus dem Jahr 2023 weisen auf eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit über die letzten Jahre hin. 2023 haben selbstberichtete depressive Symptome im Vergleich zu 2019 zugenommen. Der Anteil der Personen, deren depressive Symptome als auffällig zu bewerten sind, hat sich seit 2019 annähernd verdoppelt.“

„Eine ähnliche Entwicklung ist für Angstsymptome zu beobachten: Während 2021 etwa 8 % der erwachsenen Bevölkerung eine auffällige Belastung berichteten, waren es ab der zweiten Hälfte des Jahres 2022 fast doppelt so viele.“

„Frauen, jüngere Menschen und niedrigere Bildungsgruppen zeigten schlechtere Werte als Männer, ältere Menschen und höhere Bildungsgruppen.“

„Viele Menschen mit psychischen Erkrankungen erhalten keine adäquate Behandlung. Nur 26 % der Menschen mit einer schweren Depression bekommen eine leitliniengerechte Behandlung, nur etwa 10 % eine Richtlinien-Psychotherapie.“

Quelle: DGPPN (April 2024)


„Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann“ – mit dieser Haltung schauen wir auf die großen und kleinen Fragen unserer Zeit, zoomen in Gesprächen rein und raus und begeben uns auf die Suche nach tragfähigen Antworten, die uns weiterbringen. Aber Vorsicht: Dass es dadurch auch mal zum Umparken im Kopf kommen kann, können wir nicht ausschließen. So ist das eben mit guten Gesprächen.

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